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Seedfinancing: International vergleichende Evaluierung aus ökonomischer und soziologischer Perspektive

Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten; Sektion IX – Technik und Innovation, 1996

Projektleitung: Ernst Zeiner

ProjektmitarbeiterInnen: Harald Katzmair, Andrea Kirschner, Stephan Lengauer, Ramon Reichert

Gegenstand der Studie war eine umfassende Evaluierung des Seedfinancing Förderungsprogramms und der für die Abwicklung verantwortlichen Instanzen. Dabei wurden folgende zentrale Bereiche einer detaillierten Analyse unterzogen: Die administrative Effektivität der Programmverwaltung, die möglichen Widerstandsverluste an den maßgeblichen Schnittstellen, ökonomische und arbeitsmarktbezogene Effekte und die Einbettung von Seedfinancing in die nationale und internationale Förderungslandschaft.

Den Evaluator/inn/en standen vier hauptsächliche spezifische Datenquellen zur Verfügung:

  1. Die mittels eines Selbstausfüller-Fragebogens erhobenen primär unternehmens- und förderungsbezogenen Daten von Unternehmen und gründungswilligen Privatpersonen, die bei der das Programm administrierenden Agentur zumindest angefragt haben.

  2. Basale Bilanzauswertungen der die Kernpopulation der Untersuchung bildenden monetär höher geförderten Unternehmen.

  3. Im Zuge der qualitativen Erhebung wurden anhand teilstrukturierter Leitfäden 50 Expert/inn/en in Einzel- wie auch Gruppeninterviews zu verschiedenen Themenbereichen befragt. Die Interviewpartner rekrutierten sich aus den Bereichen Verbände, Wissenschaft, Förderinstitutionen, Banken und Venture-Capitalists sowie den an der Umsetzung und Ausführung des Seedfinancing-Programms beteiligten Instanzen.

  4. Die dokumentarischen, in der Hauptsache einzelfallbezogenen Akten der Innovationsagentur.

Methodisch stützte sich das Vorhaben neben schon erwähnten Interviews und Befragungen auf quantitativ-statistische Verfahren, sowohl in Gestalt von primären als auch von sekundären Datenanalyse-Anwendungen. Die quantitative Auswertung wurde von Fall zu Fall von graphischer Aufbereitung begleitet. Schließlich fand, um den in der Problemstellung formulierten Ansprüchen, die Evaluation als dialogischen Prozeß zu realisieren, gerecht zu werden, eine begleitende Metaevaluation in Gestalt eines Workshops während der Projektlaufzeit und eines nach Fertigstellung des Endberichts statt. Mit der Realisierung einer derartigen Methoden-Triangulation, breiter schriftlicher und mündlicher Befragungen sowie mit der Kombination selbstgenerierter mit "fremden" objektivierenden Daten zielten die Autor/inn/en darauf ab, den auch in der jüngst publizierten deutschen Metaevaluation (Kuhlmann/Holland 1995) enthaltenen Forderungen zu entsprechen.

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