Wirtschaft, Gesellschaft und Politik im 'neuen' Europa: ökonomische Internationalisierung, institutioneller Strukturwandel und Demokratie
Auftraggeber: Bundesministerium für Wissenschaft, Verkehr und Kunst, Wien, Laufzeit: 1997 - 2000
Projektleitung: David Good (University of Minnesota), Franz Traxler (Universität Wien), Georg Winckler (Zentrum für internationale und interdisziplinäre Studien, Universität Wien)
ProjektmitarbeiterInnen: John Freeman (University of Minnesota), Bernhard Kittel (Universität Wien), Morris Kleiner (University of Minnesota), Monika Stumpf-Fekete (Universität Wien), Birgit Woitech (Universität Wien)
Das Projekt beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Internationalisierung der Märkte auf nationalstaatliche Institutionen demokratischer Willensbildung. Das Projekt umfaßt zwei Teile. Zum einen wird der Einfluß der Internationalisierung der Arbeitsmärkte auf demokratische Arbeitsmarktregimes (z.B. Mitbestimmung, Tarifsystem) untersucht. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, inwieweit Standort- und Investitionsentscheidungen internationaler Anleger sich an Unterschieden in den nationalen Arbeitsmarktregimes orientieren und welche Rückwirkungen sich aus der "Konkurrenz der Wirtschaftsstandorte" für diese Arbeitsmarktregimes ergeben. Der zweite Projektteil untersucht die Implikationen der Internationalisierung der Finanzmärkte auf die politische Demokratie. Dabei geht es vor allem um die Frage, inwieweit demokratische Wahlen und daraus abgeleitetes Handeln die internationalen Kapitalströme beeinflussen und von diesen beeinflußt werden. Auch wird die Möglichkeit der internationalen Transmission miteinander verbundener Politik- und Finanzmarktschocks untersucht, etwa die Möglichkeit, daß politische Schocks, die auf die Finanzmärkte großer Länder einwirken, über Kapitalströme in Politik und Wirtschaft kleiner Nachbarländer übertragen werden.

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